Der Bolsenasee, auch Lago die Bolsena genannt ist,der fünftgrößte See in ganz Italien. Er befindet sich in der Region Latium und hat sich im Krater eines erloschenen Vulkans gebildet.
Seine Ursprünge gehen über Hunderttausende von Jahren zurück, als in diesem Gebiet durch vulkanische Aktivitäten viele Brüche entstanden und  diese an der Stelle des heutigen Sees einen Hohlraum schufen, dessen Oberfläche, auf Grund des Gewichtes der Laven und Eruptivgesteine irgendwann einstürzte..Der Einsturz dieser unterirdischen Magmakammern hatte die Formation des sogenannten „Caldera“, des Kraters zufolge, in dem sich der See gebildet hat.
Später ereigneten sich weitere Explosionen, welche zur Formation der beiden Inseln Martana und Bisentina beitrugen..
Die Isola Bisentina, deren Name sich von Bisentium ableitet- zu Zeiten der  Etrusker und Römer sowie im Mittleralter ein blühendes  Zentrum welches der Insel direkt gegenüber lag, befindet sich heute in Privatbesitz. Sie ist die größere der beiden Inseln und in weiten Teilen Naturschutzgebiet.
Die Insel kann einige bemerkenswerte Denkmäler aufweisen, darunter sollte besonders die Renaissance-Kirche erwähnt werden, die im Auftrag des Kardinals Alessandro Farnese entworfen und von Vignale gebaut wurde. Diese ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich und kann in Begleitung eines Reiseführers besichtigt werden.
Die Insel Martana verdankt ihren Namen der nahegelegenen Stadt Marta. Die Insel hat die Form eines Halbmondes und ist ein Teil des kleinsten Kraters. Im Vergleich zur Insel Bisentina ist die Insel Martana weitaus felsiger, allerdings von einer faszinierenden Lanschaft geprägt.
 

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GRADOLI

Gradoli befindet sich an der Grenze zwischen der Toskana und Umbrien, nordwestlich des Bolsenasees gelegen. Gradoli ist eine bezaubernde Stadt, wo man eine herrliche Lage und ein mildes Klima genießen kann.
Die angenehme Luft und diverse Wandermöglichkeiten von großem historischen Charakter, machen Gradoli zum idealen Ort für einen gesunden und erholsamen Urlaub.
Unter den typischen Produkten des Dorfes findet man die Weine Aleatico und Grechetto DOC, Grappa, das extra vergine Olivenöl und die Fegefeuer Bohnen, die diesem Bauerndorf zu beachtlichem Ansehen verhelfen.
Das Herz des Dorfes ist das mittelalterliche Viertel, in welches man durch ein altes Tor gelangt, und das vom imposanten Bauwerk des Palazzo Farnese beherrscht wird. Der Palast wurde von Kardinal Alessandro Farnese, dem zukünftigen Papst Paul III, innerhalb der Jahres 1517 bis 1526 in Auftrag gegeben und nach dem Entwurf von Antonio da Sangallo dem Jüngeren auf den Fundamenten einer älteren Burg, deren Existenz auf das Jahr 1118 datiert werden kann, gebaut. Erst kürzlich renoviert, ist der Palast heute ein Museums für Bräuche aus der Renaissance-Zeit und Ort für nationale und internationale Treffen und Ausstellungen.
Neben dem Palazzo Farnese, erhebt sich die Santa Maria Maddalena Kirche. Im Inneren der Kirche befindet sich ein Marmorbaptisterium, das auf die Schule Donatellos (vom fünfzehnten Jahrhundert) zurückgeführt werden kann.
Veranstaltungen:
Die sehr alte und eigentümliche Veranstaltung "Tantavecchie" findet an den drei Abenden vor dem Dreikönigsfest (6. Januar) statt. Eine Gruppe von Menschen durchquert die Straßen des Dorfes und verursacht dabei mittels der verschiedensten Werkzeuge einen riesigen Krach mit der Absicht dadurch die Hexen zu verjagen.
Das Mittagessen im Fegefeuer ist ein Brauch der am Aschermittwoch (am ersten Tag der Fastenzeit), unter dem Vorwand,die gesegneten Seelen im Fegefeuer zu unterstützen, stattfindet. Ein Mittagessen, das für mehr als eintausend und siebenhundert Menschen von der „Brüderschaft des Fegefeuers“, zubereitet wird. Die Brüderschaft besteht nur aus Männer und kocht das gleiche Menü mit Gerichten aus Fisch und Bohnen seit mehr als 500 Jahren.
Das Aleatico Fest wird am letzten Wochenende im Juli und am ersten Wochenende im August mit gastronomischen Ständen, einheimischen Produkten,  einer Aleatico DOC Weinprobe und Live-Musik gefeiert.
Das Fest von S. Magno wird am 19. August in der kleinen Kirche in der Nähe des Sees mit einer Prozession und einer Musikgruppe gefeiert. Es ist ein heiliger Ort an dem vollkommener Ablass gewährt wird, der schon mehrmals in der Geschichte von verschiedenen Päpsten bestätigt wurde.

BOLSENA
Bolsena, eine kleine Stadt mit 4000 Einwohnern, liegt zwischen der Via Cassia, die entlang des Sees verläuft, und einer Erhebung, auf dessen Gipfel sich das wunderschöne Schloss der Familie Monaldeschi befindet, die es gegen Ende des 13. Jahrhundert zu ihrem Herrschaftssitz über Bolsena erkoren hat. Seit einigen Jahren beherbergt das Schloss das Gebietsmuseum des Lago di Bolsena, in dem man wichtige geologische und archäologische Funde aus verschiedenen Epochen (von der Bronze-und Eisenzeit bis zur etruskisch-römischen Epoche) anschauen kann. Unten am Berg befindet sich die Stadt Bolsena der darauffolgenden Jahrhunderte mit der charmanten Piazza Santa Cristina. Schöne Portale und eine architektonische Ordnung die sich auch in dem modernen Teil der Kleinstadt fortsetzt die mit ihrer schönen, mit jahrhundertalten Bäumen gesäumten, Allee zum See hervorsticht. Am See findet man herkömmliche touristische Einrichtungen: kleine Hotels, Strände, einen niedlichen Yachthafen, wo Sie die Segel kleiner Gruppen von Liebhabern dieser Ufer und ein paar Motorboote sehen können.
Das Ereignis, dass Bolsena in aller Welt berühmt gemacht hat, war das eucharistische Wunder im Jahre 1263. Ein Priester böhmischen Ursprungs stellte während einer Messe die  Transsubstantiation in Frage als plötzlich Blut aus der Hostie quoll und über sein Leib und seine liturgischen Gewänder floss. Eine dieser Reliquien wird noch immer in der Kathedrale von Orvieto verwahrt. Im darauffolgenden Jahr wurde das Fest des Corpus Christi ausgerufen, ein Gedenktag der noch immer von allen Katholiken in der Welt gefeiert wird. Zum Jahrestag dieses Festes schlängelt sich durch Bolsena eine Prozession die ein blutbeflecktes Stück Stoff durch die wichtigsten Straßen der mit Blumen geschmückten Altstadt trägt und dabei von einer Gruppe traditioneller Fahnenschwinger begleitet wird.
Die Geheimnisse von Santa Cristina
Die jährliche Veranstaltung in Bolsena ist mit dem Martyrium von Santa Cristina verbunden.  Der Präfekt Urbano von Volsini wurde während der Herrschaft von Dioclesiano über die Stadt damit beauftragt die zahlreichen Christen in der Region zu verfolgen, aber unter ihnen befand sich auch seine eigene Tochter. Das Mädchen wurde eingesperrt und von zwei Soldaten bewacht. Einer der beiden war aber auch Christ und taufte die Kleine mit dem Namen Cristina. So begann für die Heilige Cristina eine lange Zeit der Qual und der Folter, die sich nach dem Tod ihres Vaters noch verschlimmerte, und bis zum Tode der zwei darauffolgenden  Präfekten dauerte. Jedes Jahr werden am Abend des 23. Juli und am folgenden Morgen die wichtigsten Ereignisse des Martyriums von St. Christina reinszeniert. Die Beteiligung der Bürger an der Darstellung ist sehr intensiv und einige Figuren werden seit Jahren in den selben Familien überliefert.
Events und Veranstaltungen:
Freitag: Traditionelle Prozession mit mehr als 100 Figuren.
26. Juni: Fest des Fronleichnam (Corpus Domini) und traditionelle Blumenteppiche.
Bolsena wird mit einem Teppich aus Blumen geschmückt. Dieser Gedenktag der von der ganzen katholischen Welt gefeiert wird, erinnert an das Wunder der Eucharistie, die sich in den Händen eines Priesters in das Leib und das Blut Christi verwandelte.
13. Juni: St. Antonius von Padua.
Prozession durch die Straßen der Stadt und Feuerwerk am See.
Juni 17-18-19
Fest der Hortensien.
Hortensien-Pflanzen für Liebhaber und Sammler, Bücher, Konferenzen, botanische Pfade, Verkostungstouren durch historische Gebäude.
Von 23. bis 24. Juli
Fest von Santa Cristina, die Schutzheilige der Stadt.
Die Schutzheilige wird mit stillen Aufführungen der Stadtbewohner zelebriert und es werden die wichtigsten Episoden des Lebens der Heiligen dargestellt.


CAPODIMONTE

Capodimonte erhebt sich auf einer Landspitze am südlichen Ufer des Bolsenasees, nur 25 km weit von Viterbo und 100 km weit von Rom und von Siena entfernt. Hier können Sie den Farnese Palast besichtigen, der von Pier Luigi Farnese zwischen Ende des fünfzehnten Jahrhunderts und Anfang des sechzehnten Jahrhunderts in Auftrag gegeben wurde



MARTA

Das Fischerdorf Marta liegt am südlichen Ufer des Sees und ist 20km entfernt von Viterbo. Als sehr sehenswert gelten die Ruinen der Burg die Urbano IV im 13. Jahrhundert erbauen ließ und die Kirche der Madonna des Berges, Ziel der traditionellen "Barabbata".  



MONTEFIASCONE

Montefiascone (eine  Stadt mit 12000 Einwohnern), 13 km auf der Via Cassia hinter Bolsena, liegt nicht direkt am See hat aber vielleicht den schönsten Blick auf den See, weil sie auf dem höchsten Hügel der Volsini in einer Höhe von 633 Metern erbaut wurden ist. Die Stadt ist mit dem See durch eine wunderschöne Straße verbunden die sich liebevoll an der Seite des Hügels nach unten schlängelt. Montefiascone ist zu einem idealen Ort für Ihren Urlaub geworden. Die Luft ist durch die Höhe und der nach Norden gerichteten Lage ausgezeichnet, frisch und kräftigend. Die Umgebung ist sehr schön und die Stadt bietet bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten.
Montefiascone hat wie alle Städte in der Umgebung etruskischen Ursprung und sie entwickelte sich unter dem römischen Reich. Ihre goldene Zeit hatte Montefiascone aber während der päpstlichen Herrschaft ab dem 12. Jahrhundert.  Die Anwesenheit des päpstlichen Hofes hat dem Ort Reichtum  und Ruhm beschert, aber das wertvollste Kulturdenkmal der vergangenen Jahrhunderte ist die kleine Kirche von St. Flavian.
Eine Kuriosität ist das Grab eines gewissen John Deuce, vielleicht ein deutscher Prälat aus dem Gefolge von Henry V, der ein Diener (offenbar Martin genannt) für sein seltsames Bedürfnis verwendete. Martin ging seinem Herrn in den Etappen der Reise durch Italien voraus und überall wo es guten Wein gab schrieb er  "Est" an die Türen der Tavernen. In Montefiascone war schon immer berühmt für seinen guten Wein, hergestellt aus den Weinstöcken die auf den Böden vulkanischen Ursprungs gut wachsen. Martin schrieb begeistert dreimal "Est!, Est!, Est!". Ein wahres Zeichen von guter Qualität! John Deuce erklärt sich mi dieser önologischen Bewertung einverstanden, und so ließ er sich Montefiascone nieder und starb dort im Jahre 1113. So besagt es jedenfalls die eingravierte lateinische Inschrift auf dem Grabstein links neben der unteren Kirche.
Feste und Traditionen:
26. April: Fest zu Ehren des Schutzheiligen Flavian: Markt, Tombola, religiöse Prozessionen, Radrennen und Feuerwerke.
Der dritte Junisonntag:
Das Fest der heiligen Mutter der Kirche: mit einer religiösen Feier, musikalischer Abend, ein Schinkenbewertung , „Briscola“ Wettkampf , Tombola, Fest des Aniskringels und des Weinkekses, Wein- und Gebäckverkostung.
1 August - 17. August
Weinfest in dem „Keller von Defuk“: im  kommunalen Garten kann man die Legende des „Est! Est! Est!“ erleben. Das Fest wird mit verschiedenen Darbietungen bereichert, die mittelalterlichen Weinkeller sind offen und es werden önogastronomische Touren angeboten.
23. und 24. August
Fest von St. Bartholomeus: religiösen Ritus und Fest der Körben und der Handelswaren, Fest der Anisbrötchen auf der Piazza vor dem „Seminario Interdiocesiano Barbarico di Montefiascone“.